Der weite Weg zum Freiwilligen Sozialen Jahr

Seit einiger Zeit habe ich - sehr zur Freude meines familiären Umfeldes - den Wunsch gehegt, nach der Schule ein Freiwilliges Soziales Jahr leisten zu wollen. Auslöser für diese Entscheidung war das über die Schule abgeleistete Sozialpraktikum im Mai/Juni 2008, Gründe für das FSJ gibt es aber mehr als genug: Zum Beispiel möchte ich in beruflicher Hinsicht im Sozialen Bereich arbeiten und darum erstmal noch mehr Eindrücke und Erfahrungen im heilpädagogischen Bereich sammeln. Außerdem interessieren mich die im Rahmen des FSJ veranstalteten Seminare - nicht, weil ich 25 zusätzliche "Urlaubstage" habe, sondern weil dort spannende Themen behandelt werden und Besuche anderer sozialer Einrichtungen auf dem Plan stehen. Und letztlich will ich mit dem FSJ meine berufliche Entscheidung festigen und neue Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen kennlernen.
Im Februar 2010 habe ich mich direkt bei einer "Einsatzstelle" beworben und nach einem Hospitationstag auch eine Zusage bekommen.
Leider gingen Ende Juli Zusatzverträge ein, die z.B. einen Einsatz meiner "Arbeitskraft" nach Belieben auch in heimeigenen Werkstätten oder der Schule vorsah, während ich mich für den Heimbereich beworben habe und auch in allen vorhergehenden Verträgen nur dort eingesetzt werden sollte. Zusätzlich änderte sich meine vorgesehene Wohnsituation drastisch und ich fühlte mich durch die Regelung des Mädchenwohnheims in meiner persönlichen Freiheit eingeschränkt.
Also habe ich mich um eine neue Stelle beworben, auch wenn mir die Entscheidung schwer fiel. Allerdings wusste ich, dass die Arbeit in meiner ersten Einrichtung - die ich auch als Herausforderung wahrnahm - nur dann auch für mich erfüllend gestaltet werden kann, wenn mein "Privatleben" nicht auch zu einer ständigen Herausforderung werden würde(so hätte mich jeglicher Gast nur nach vorheriger Genehmigung besuchen dürfen, besonders drastisch, wenn man eine Beziehung führt).
Mit sehr viel Glück - und vielen Telefonaten mit neuer Einsatzstelle und Trägerorganisation - habe ich dann Mitte August noch eine von zwei FSJ-Stellen bekommen, auf die es drei Bewerber gab. Damit hätte ich nicht gerechnet und ich bin seeehr glücklich, denn die neue Einrichtung gefällt mir sehr gut und zugegebener Maßen hätte ich mich in diesem Herbst für nächstes Jahr ohnehin dort um einen Platz für ein BA-Studium beworben(Es kam also 1. anders und 2. als ich dachte, was aber durchaus ein Vorteil ist, will ich meinen).
Am 11. September ziehe ich also in die Einrichtung bei Göppingen und bin derzeit am Planen, was Packen usw. angeht!

3.9.10 13:19

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